Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin
 Universitätsmedizin Leipzig

Skelettszintigraphie

Bei der Skelettszintigraphie wird der Knochenstoffwechsel mit Hilfe von radioaktiv markieren Phosphonaten (Tc-99m-DPD) dargestellt. Der normale, gesunde Knochen befindet sich ständig in Umbauprozessen. Krankhafte Veränderungen des Knochens wie Knochenmetastasen oder entzündliche Veränderungen weisen meist einen vermehrten Knochenumbau auf, der durch die Skelettszintigraphie sichtbar gemacht werden kann. Hierbei lassen sich krankhafte Veränderungen meist frühzeitiger sichtbar machen als es mit radiologischen Untersuchungsmethoden möglich ist.

Mit einer relativ geringen Strahlenbelastung ist es möglich das komplette Skelettsystem des Körpers darzustellen und den gesamten Körper nach krankhaft erhöhtem Knochenumbau zu untersuchen.

Ablauf der Untersuchung

Über die Armvene wird das das radioaktiv markierte Phosphonat appliziert. Nach ca. einer halben Stunde sollte ca. 1 Liter Flüssigkeit getrunken werden. So wird der Anteil, des Medikaments der sich nicht im Knochen anlagert zügig über die Nieren ausgeschieden.

Ca. 2-3 Stunden nach der Applikation werden Kameraaufnahmen des gesamten Körpers, sowie spezielle Teilkörperaufnahmen vom Brustkorb und Becken angefertigt. Ggf. können noch weitere Teilkörperaufnahmen anderer Körperabschnitte sinnvoll die Untersuchung ergänzen. Desweiteren können SPECT-Aufnahmen (Schichtaufnahmen) einzelner Körperabschnitte ergänzend angefertigt werden.

3-Phasen-Skelettszintigraphie
Insbesondere bei entzündlichen Erkrankungen wird die Skelettszintigraphie durch frühe Kameraaufnahmen direkt nach Applikation des Medikamentes ergänzt. So können durch Beurteilung der Durchblutung und Verteilung des Medikamentes in den Weichteilen entzündliche Prozesse nachgewiesen werden.
 
Letzte Änderung: 17.08.2011, 14:05 Uhr
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