Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin
 Universitätsmedizin Leipzig

Arbeitsgruppe Medizinische Physik

Die Arbeitsgruppe Medizinische Physik, unter Leitung von Professor Dr. Bernhard Sattler ist für die Abdeckung des gesamten physikalisch-technischen Aufgabenbereiches der Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin zuständig. Dies gilt insbesondere für die Erfüllung regulatorischer Vorgaben (Strahlenschutzverordnung, Röntgenverordnung) und daraus resultierender Aufgaben beim Umgang mit ionisierender Strahlung am Menschen zu Untersuchungs- und Behandlungszwecken.

Speziell der Umgang mit offenen radioaktiven Stoffen in der Nuklearmedizin erfordert die Erfüllung einer Vielzahl formaljuristischer und naturwissenschaftlicher Randbedingungen. Die Sicherstellung eines angemessenen Strahlenschutzstandards für Patienten und Personal fallen daher in die Kernkompetenz der Arbeitsgruppe Medizinische Physik, wobei eine sachorientierte Kommunikation mit den administrativ vorgeordneten Stellen (Strahlenschutzverantwortlicher, Strahlenschutzbevollmächtigte) und dem ärztlichen sowie dem mittleren medizinischen Personal unbedingte Voraussetzung ist und auch unser Anspruch sind.

Ein weiterer, ebenso wichtiger Verantwortungsbereich der AG Medizinische Physik ist die Planung und Einrichtung, Bereithaltung und der Betrieb geeigneter räumlicher Voraussetzungen und einer Mess- und Großgeräteausstattung, die den Ansprüchen einer universitären Maximalversorgung gerecht wird. Die AG Medizinphysik unterstützt auf diese Weise das ärztliche und radiochemische Personal der Klinik.

Tätigkeitsschwerpunkte

Strahlenschutz

  • Wahrnehmung sämtlicher strahlenschutzrelevanter Aspekte (gemäß StrlSchV und RöV)
  • Tätigkeit als Strahlenschutzbeauftragte für den phys.-techn. Bereich beim Umgang mit offenen radioaktiven Stoffen zur nuklearmedizinischen Untersuchung und Behandlung
  • Personendosimetrie des beruflich strahlenexponierten Personals
  • Betrieb einer Inkorporationsmesstelle (Ganzkörperzähler)

Qualitätssicherung

  • Durchführung der vorgeschriebenen regelmäßigen Qualitäts-kontrollmaßnahmen an der Mess- und Gerätetechnik der Klinik in enger Kooperation mit dem mittleren medizinischen Personal (MTRA) und den Mitarbeitern der Arbeitsgruppe Radiochemie.
  • Durchführung eventuell notwendiger kleiner Reparaturen am der Mess- und Gerätetechnik sowie Koordination von Service und Wartung der Geräteausstattung mit den Herstellern
  • physikalisch-technische Betreuung des Zyklotrons (First-Line-Service)

Mitwirkung bei Untersuchung und Behandlung

  • sondengestützte, intraoperative Lokalisationsdiagnostik im Rahmen des Sentinel-Lymphknoten-Konzepts in Kooperation mit klinischen Partnern aus der Chirurgie, Mund-,
    Kiefer-, und Gesichtschirurgie, Dermatologie und Gynäkolologie.
  • Bestrahlungsplanung, Überwachung und Verifikation von Radionuklidtherapien
  • Physikalisch technische Unterstützung beim Aufsetzen, der Durchführung und der Routineüberführung von Untersuchungsprotokollen an den bildgebenden Systemen

Informationssysteme/EDV:

  • Betreuung, Pflege und Wartung von RIS (MEDOS) und PACS (HERMES Medical Solutions)
  • Management des Transfers administrativer Daten und von Bilddaten zu internen und externen Partnern über diverse stabdardisierte (DICOM, HL7, etc.) und proprietäre Schnittstellen.
  • Betreuung weiterer, über den IT-Standard des Klinikums hinaus gehenden speziellen Informationstechnik und Software

Forschung/Lehre

  • studentische Ausbildung in der Humanmedizin (Vorlesung und Seminare zur Strahlenphysik und den Grundlagen der Nuklearmedizinischen Bildgebung), Biomedizintechnik, Medizinische Physik sowie praktische MTRA-Ausbildung
  • Betreuung von Praktikums-, Bachelorar-, Master- und Diplomarbeiten auf dem Gebiet der Medizinischen Physik, der Medizintechnik und des Strahlenschutzes
  • Die Weiterbildungsermächtigung auf dem Gebiet der medizinischen Physik der Nuklearmedizin nach Weiterbildungsordnung der deutschen Gesellschaft für Medizinische Physik (DGMP) ist in der Arbeitsgruppe vorhanden.
  • Strahlenschutzkurse zur Erlangung bzw. Aktualisierung der Fachkunde im Strahlenschutz in Kooperation mit dem Strahlenschutzseminar in Thüringen e.V.
  • Beteiligung an den Forschungsprojekten der Klinik durch Unterstützung bei der Schaffung der regulatorischen Randbedingungen für den Umgang mit offenen radioaktiven Stoffen im Rahmen der medizinischen Forschung (BfS-Genehmigungsverfahren) sowie Beiträge auf dem Gebiet der Inkorporationsdosimetrie und Bilddatenanalyse.
  • Medizinphysikalische Projekte auf dem Gebiet der intraoperativen Bildgebung, der Herdvolumetrie sowie Dosimetrie bei Radionuklidtherapien (Förderung durch Industrie, SSST e.V. und ZIM ® BMWi)

Gremien/Mitgliedschaften

  • Fachkommission Nuklearmedizin der Ärztlichen Stelle nach Strahlenschutzverordnung der Sächsischen Landesärztekammer
  • DGMP, DGN, EANM
 
Letzte Änderung: 14.04.2014, 11:41 Uhr
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